Ein Blick auf einen Anker unserer Wirtschaft*

Eine gute Nachricht ganz am Beginn: nur 4% der österreichischen Familienunternehmen spielen sich gedanklich mit dem Verkauf des Betriebes. Sind doch die heimischen Familienunternehmen eine Stütze unserer Wirtschaft und des Wohlstandes „Made in Austria“.

Welche aktive Rolle die Eigentümer heimischer Unternehmen in ihren Betrieben einnehmen, verdeutlicht eine andere Zahl: momentan führen mehr als 80% ihr Familienunternehmen selbst.

Dies erklärt vielleicht die Dynamik, die von diesen Unternehmen ausgeht und einen positiven Einfluss auf die gesamte Wirtschaft und das Land nimmt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen sind auf dem Wachstumspfad und gar 85% der befragten Betriebe planen in den kommenden fünf Jahren weiteres Wachstum, wenn auch moderat. Die über die Landesgrenzen hinausgehende Geschäftstätigkeit stellt viele Firmen auf eine solide Basis. Beinahe die Hälfte aller Familienbetriebe sind auch außerhalb Österreichs tätig.

Die kurz- und mittelfristig größten Herausforderungen sehen die Mehrheit der Befragten im Finden und Halten von talentierten Mitarbeitern, im steigenden Wettbewerb und dem daraus resultierenden Druck, laufend Innovationen bringen zu müssen.

Die Zielsetzungen der heimischen Familienbetriebe sind langfristig ausgelegt. Als Stärken werden eine positive Unternehmenskultur sowie eine rasche Entscheidungsfindung genannt. Eine Schwäche orten die Unternehmen darin, neuen Ideen gegenüber zu wenig aufgeschlossen zu sein.

Der Digitalisierung gewappnet zu sein glauben 58% der befragten Betriebe und nur 19% sehen sich durch digitale Technologien gefährdet (globaler Vergleichswert 25%). Wir denken, diesem Thema ist ganz sicher noch viel Aufmerksamkeit im Sinne einer Chancenauswertung zu widmen.

(Quelle: pwc Österreich-Report, Family Business Survey 2016)